Dr. Astrid Duller-Dichtl
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Jugendgynäkologie

Im Rahmen der Kinder- und Jugendgynäkologie werden kleine und heranwachsende Mädchen und Jugendliche bei gynäkologischen Erkrankungen, Symptomen und Problemen betreut. Dabei spielt die Zusammenarbeit zwischen Kinderärzten und dem Frauenarzt wie auch die Kooperation mit angrenzenden Gebieten, z. B. Kinderchirurgie und -urologie, eine wesentliche Rolle. Oft steht nicht die Behandlung sondern die Prophylaxe im Vordergrund.

Besonders häufig auftretende Fragen in der kinder- und jugendgynäkologischen Sprechstunde sind

Blutungsstörungen

Nach Einsetzen der ersten Monatsblutung (Menarche), kommt es häufig zu harmlosen Blutungsstörungen. Die Blutungsabstände sind unregelmäßig, oft lang, manchmal bestehen Zwischenblutungen oder lang dauernde Blutungen. Im Gegensatz zu den Blutungsstörungen der geschlechtsreifen Frau, ist so gut wie nie eine Kürettage erforderlich – eine hormonelle Behandlung kann notwendig sein.

Akne

Die Akne ist ein für die jungen Mädchen besonders belastendes Krankheitsbild. Rasche Besserung kann durch spezielle Pillen erreicht werden. Ein frauenärztliches Gespräch ist zu empfehlen, um andere Krankheiten ausschließen zu können.

Vaginaler Ausfluss

Zu den häufigsten Beschwerden der jungen Mädchen zählen Ausflussbeschwerden, die zum Teil mit unangenehmem Juckreiz verbunden sind. Eine Untersuchung kann klären, ob eine Infektion, ein Fremdkörper oder - am häufigsten - eine normale, vermehrte Absonderung vorhanden ist.

Verletzungen

Verletzungen treten besonders bei Stürzen z.B. mit dem Fahrrad an den Schamlippen oder auch beim ersten Geschlechtsverkehr im Hymenalbereich auf. Nur bei erheblicher Blutung müssen sie durch eine Naht versorgt werden.

Fehlbildungen

Meist können die Mädchen beruhigt werden, dass alles normal entwickelt ist. Nur selten ist eine Hormonbestimmung, ein Ultraschall, die Spiegelung der Scheide (Vaginoskopie) und des Bauches (Laparaskopie) notwendig.

Empfängnisverhütung

In einem ausführlichen Gespräch werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Verhütungsmethoden besprochen. Die Pille zeigt günstige Auswirkungen auf Blutungsstärke, Verminderung der Regelschmerzen und Besserung der Akne. Bei der Entscheidung für die Pille sollte der zusätzliche Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten bzw. AIDS beachtet werden.
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