Dr. Astrid Duller-Dichtl
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Osteoporose

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, die durch eine Verringerung der Knochenmasse und Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochens gekennzeichnet ist (Knochenschwund). Der Knochenabbau schreitet voran, der Knochenaufbau kann nicht Schritt halten. Dadurch kann der Knochen leichter brechen, oft schon durch geringfügige Belastung. Betroffen sich vor allem Schenkelhals, Wirbelkörper und Handgelenk. Oft bleiben sehr kleine Frakturen anfangs unbemerkt, führen aber zu Rückenschmerzen und in weiterer Folge zur Ausbildung eines Buckels.

Risikofaktoren sind:

  • familiäre Belastung
  • Niedriges Körpergewicht
  • Bewegungsmangel
  • erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Mangelernährung (kalziumarm)
  • Östrogenmangel für längere Zeit durch früh einsetzenden Wechsel
  • Medikamente (Cortison)
  • Schwere Magen- und Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen

Diagnostiziert wird Osteoporose durch die Knochendichtemessung (DXA) im Lendenwirbelsäulen- und Hüftbereich (Röntgenuntersuchung). Eine Screeninguntersuchung des Knochens mit Ultraschall wie sie in der Ordination angeboten wird, ist zur Risikoabschätzung der Osteoporose sehr hilfreich.

Sehr wichtig ist die Vorbeugung durch eine bewusste Lebensweise.
Das Um und Auf ist Bewegung – „Wer rastet, der rostet“ gilt hier ganz besonders. Die Muskulatur wird gefordert und gefördert, der Knochen wird mehr beansprucht. Das regt die Knochen an, neue Knochenmasse aufzubauen.
Eine bewusste Ernährung ist der andere Eckpfeiler. Der Knochen braucht Kalzium und Vitamin D3. Kalzium ist besonders in Milch und Milchprodukten, Käse (Emmentaler, Edamer, Gouda), Broccoli, Lauch, Fenchel, Ölsardinen und Mineralwasser enthalten. Vitamin D3 bildet der Körper selber in seiner Haut unter Sonneneinstrahlung. In geringen Mengen ist es außerdem in Käse, Ei, Fisch, Leber und Pilzen enthalten.
Wahre Kalziumräuber sind hingegen hohe Phosphordosen (in Schweinefleisch, Wurst und Konservierungsmitteln) und Oxalsäure (in Spinat, Mangold, Rhabarber und Spargel).

Als Nahrungsergänzung oder Medikament sind einige Kalzium und Vitamin D3 -Kombinationspräparate am Markt.

Zur Therapie einer Osteoporose setze ich hauptsächlich sogenannte Bisphosphonate ein, die einmal pro Woche - neuerdings auch nur mehr einmal pro Monat - auf nüchternem Magen eingenommen werden. Diese Medikamente hemmen den Knochenabbau, die Gefahr von Knochenbrüchen wird wirkungsvoll gemindert. Obligat beigepackt sind Kalzium/Vitamin D3 – Präparate, die dazu täglich eingenommen werden sollten.
Weitere Therapiemöglichkeiten sind SERMs (selektive Östrogene, die nur auf den Knochen wirken), Östrogen, Fluor und Calcitonin.

Funktionen

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